Bio

 

Es begann die große Heimcomputerzeit. Angefangen mit einem ZX80 (ja richtig, nicht 81) ging es über den Commodore VC20 zum C64, mit dem man dann zum ersten mal so halbwegs klanglich experimentieren konnte. Um wirklich Musik zu machen reichte es aber immer noch nicht so recht.

Als Musikhörer entdeckte ich zu dieser Zeit dann Tangerine Dream, die mich mit ihren klanglichen Experimenten sehr faszinierten. So gab es mit jedem neuen Album der Gruppe auch immer ganz neue Sounds zu hören, die zu dem Zeitpunkt kein anderer hatte.

Da wuchs dann der Wunsch auch mal an fetten Synthies zu spielen und ihnen noch nie da gewesene Klänge zu entlocken.

Problem - Synthesizer waren für mich unerschwinglich.

So mussten dann Notlösungen herhalten. Es kam dann der Commodore Amiga, mit dem man immerhin schon mal samplebasierte Musik machen konnte. Dazu gab es damals einige Soundtracker-Programme. Ich selbst benutze ein Programm namens Octalizer, mit dem man statt der sonst üblich 4 Tonspuren des Amigas 8 nutzen konnte.

Dazu kam dann noch ein CX5M, das war ein Musikcomputer von Yamaha, der relativ günstig war und immerhin die selbe Klangsynthese nutzte, wie der damals wohl am häufigsten genutze Synthesizer, der DX7.

Damit probierte ich mich dann in einigen instrumentalen Kompositionen, experimentierte aber auch mit einigen Freunden mit Gesang, was aber keiner von uns wirklich konnte.

Wir machten damit dann ein wenig EBM, wo die gesanglichen Schwächen nicht so extrem ins Gewicht fallen. Zudem machten wir die Musik nur für uns. So realistisch waren wir, dass wir mit der Musik bei keiner Plattenfirma vorstellig werden sollten.

Nachdem das dann einige Jahre so ging, wurde es dann etwas langweilig. Es kam keine neue Hardware hinzu, da Synthesizer weiterhin zu teuer waren und die Sachen, die ich hatte, waren klanglich ausgereizt.

Computer als solches verschmähte ich dann auch, da der Amiga ausstarb, Apple zu teuer war und ich PC's hasste. Da begann dann die Zeit der Spielkonsolen und ich genoss für eine ganze Weile meine Playstation-Zeit.

So kam es dann erst mal zu einer langen musikalischen Pause.

 

Die zweite Phase

 

Irgendwann hatte ich dann die Wahl, ob ich im Internetzeitalter ankommen wollte, oder ich weiter an meinem PC-Hass festhalten wollte. Ich entschloss mich zu ersterem, besorgte mir einen PC und zog hinaus in die große weite Datenwelt.

Es dauerte dann aber noch eine ganze Weile bis ich wieder auf die Musik kam.

Aus Spaß und weil es so entspannend war beschäftigte ich mich irgendwann mal mit dem Magix Music Maker. Das befriedigte mich dann aber auch nicht lange.

 

Nach einer weiteren kurzen Pause kam ich dann auf Cubase. VST-Plugins wurden zu der Zeit immer besser und ich nutzte zuerst einige kostenlose sowie die, die in Cubase enthalten waren.

Da sich die Musikindustrie in der Zeit entscheidend gewandelt hatte, wuchs dann in mir ein Plan. Es war plötzlich möglich, mit relativ geringen Kosten eigene Alben rausszubringen und in verschiedensten Shops zum Download anzubieten.

Das wollte ich auf jeden Fall. Nach einiger Zeit war ich dann von Steinberg sehr enttäuscht (eine längere Geschichte) und ich wechselte von Cubase auf Presonus Studio One, womit ich bis heute sehr zufrieden arbeite.

 

Ich entwickelte mein erstes Album namens Urknall, in dem zu großen Teilen der VST-Synthesizer Alchemy zum Einsatz kam.

Danach erweiterte ich meine Software mit Omnisphere 2 und für die Drums Battery 4.

Mit diesen Instrumenten arbeite ich seitdem hauptsächlich. An Hardware kamen in der Zeit 3 Midi-Keyboards zusammen.

So entstand dann mein zweites Album Bewusstsein.

 

Die Rückkehr

 

Wie alles begann

 

 

In meiner Schulzeit gab es die ersten Versuche Töne, Klänge und Geräusche zu verarbeiten. Noch hatte das nichts mit Musik zu tun. Ich machte mit einem Schulfreund Hörspiele. Meistens Science Fiction Hörspiele, die komplett improvisiert waren.

Es gab also kein Drehbuch, sondern meist begann das Szenario damit, dass wir uns in einem Raumschiff auf der Reise durchs All befanden und einer dann irgendetwas entdeckte. Der andere reagierte darauf und so entwickelte sich die Geschichte ganz spontan. Geräusche wurden dabei mit allen möglichen Gegenständen fabriziert, die wir ebenfalls ohne vorherige Planung einbauten.

Das war sicher alles andere als professionell, aber ungemein kreativ.

Nach einiger Zeit benutzte ich diese Geräusche dann um ein paar Rhythmen aufzunehmen. Ebenfalls nicht sonderlich professionell, aber das war dann wohl der endgültige Schritt in Richtung Musik.

In dieser Zeit war ich schon sehr fasziniert von der Musik von Kraftwerk oder Jean Michel Jarre. Ich selbst spielte dann erst mal ein wenig auf der Heimorgel meines Vaters rum. Klanglich eher langweilig, aber was anderes war ja nicht da.

 

Eine neue Ära beginnt

 

Mit dem zweiten Album hatte ich mich schon etwas weiter entwickelt, da ich aus den Fehlern, die ich im ersten Album gemacht habe, gelernt hatte. Und auch im zweiten Album gab es Dinge, die ich im dritten Album unbedingt besser machen wollte. Aber was viel wichtiger war, ich hatte plötzlich eine Idee, in welche Richtung meine Musik in Zukunft gehen soll.

Sie sollte weiterhin elektronisch geprägt sein, aber ich wollte Chöre und klassische Gesangsstimmen mit einbauen. So kamen einige Soundlibraries hinzu, mit denen ich genau das tun konnte. Ein gregorianischer Männerchor, ein weiblicher Kammerchor sowie eine Sopranistin. Mit diesen Mitteln entstand dann das Album White Angel, welches für mich tatsächlich den Beginn einer neuen Ära darstellt.

In Zukunft möchte ich weitere Elemente aus der klassischen Musik mit einbauen, sowie Elemente aus anderen Kulturkreisen.

Wenn man mich fragt, was ich denn für Musik mache, dann tue ich mich sehr schwer mit der Einordnung. Schubladen sind irgendwie doof und ich habe das Gefühl, ich passe in keine so richtig rein. Meine Wurzeln kommen aus der elektronischen Ambient Musik, was es aber nur noch zu einem Teil ist. Es passt manchmal auch in die Sparte Filmmusik und geht dann vielleicht noch in den Bereich Ethno Pop.

Aber wie auch immer man es nennen will, für mein Psiquence-Projekt ist das nun die endgültige Richtung, die ich so beibehalten möchte.

Da mir aber auch noch andere Musikrichtungen gefallen, habe ich noch 2 weitere Projekte. Mit a Shade of Psi mache ich EBM / Future Pop.

Unter dem Namen The Psi Effect entstand dann das dritte Projekt, bei dem es um Dark Ambient Musik geht. Es hat etwas von einer musikalischen Geisterbahnfahrt, was in Teilen auch als Soundtrack für Horrorfilme angesehen werden könnte.

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